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Pressestimmen

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Flyer Unterwald PDF

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Photoscala

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Regionalzeitung Tips Freistadt | Karin Wansch:

„Wie wenn das Land gar ist“: 100 Meter weiter hinten im Wald verlief der Eiserne Vorhang. „Wir haben ihn nie gesehen. Das war damals ziemlich streng“, sagt Helmut Steinecker. Dabei genügt eine Aluleiter, um den Fluss zu überqueren. So leicht lassen sich Grenzen überwinden.

Das wache und das träumende Auge


WINDHAAG/FR. Fast zwei Jahre lang hat der Fotograf Helmut Steinecker die Ortschaft Unterwald dokumentiert. Das Portrait seines Heimatdorfes ist ab 9. April im Schlossmuseum in Freistadt zu sehen.
„Michael Kominek, ein Berliner Galerist, hat mal gesagt: Man geht mit einem wachen und einem träumenden Auge durch das Leben. Diesen träumenden Blick kann man mit der Fotografie teilen“, sagt der 29-Jährige. Fotografiert hat er schon als Hauptschüler gerne. Die Idee zu einer Serie über Unterwald entstand vor ein paar Jahren, beim Besuch der Prager Fotoschule. „Eigentlich wollte ich weiter weg fotografieren. Aber warum nicht dort anfangen, wo man sich auskennt? Und etwas völlig Banales spannend darstellen?“ Herausgekommen sind mehr als 1.400 Negative, auf denen er fast zwei Jahre lang das festhielt, was sein Heimatdorf ausmacht: die Landschaft, die Menschen und die Arbeit, die Feuerwehr, die Freizeit. Und die Grenze. Denn dort, wo die Ortschaft nicht vom Wald umgeben ist, fließt die Maltsch, der Grenzfluss zu Tschechien.
Gefühl der Ursprünglichkeit
Unterwald ist abgelegen. Negativ hat Helmut Steinecker diese Abgeschiedenheit, die auswärtigen Schwammerlsucher, Wanderer und Radfahrer so sehr begeistert, aber nie empfunden. Im Gegenteil: „Man spürt zwar, dass man abgekapselt ist. Aber es herrscht ein Gefühl der Ursprünglichkeit. Das hat mich ziemlich fasziniert.“ Was diese Ursprünglichkeit, die Überschaubarkeit und Idylle ausmacht, ist auf seinen Bildern deutlich zu spüren: in den in sich ruhenden Landschaften, wo sich Wege zentralperspektivisch im Wald verlieren, in den nüchternen Blicken auf Herrgotts- und Hofwinkel, den Stillleben mit Menschen, Tieren, Traktoren, Hochständen, Siloballen, Ponys und Scheitertristen. Anfangs fotografierte er nur die Landschaft. Später, als seine Serie bereits Dorfgespräch war, auch die Bewohner. „Die haben das recht witzig aufgefasst. Es haben sich viele interessante Gespräche ergeben mit Leuten, die man eigentlich schon ewig kennt.“ Obwohl, oder gerade weil er Unterwald wie seine Westentasche kennt, ist er einen Schritt zurückgetreten, um das Dorf aus der Distanz zu betrachten und „die Umgebung die Geschichten erzählen zu lassen.“ Und um zwischen Schwarz und Weiß die vielen Grautöne sichtbar zu machen. < KW

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Kirchenzeitung der Diözese Linz | Markus Vorauer:

Berührende Fotografien
Foto-Ausstellung: behutsame Inszenierung von „Unterwald“

„Unterwald” – Fotografien von Helmut Steinecker werden bis 16. Mai im Schlossmuseum Freistadt gezeigt. Unterwald, ein Ort an der österreichisch-tschechischen Grenze, 754 m hoch gelegen, fast vollständig von Wald umschlossen, ist derzeit noch von 94 Menschen bewohnt. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Zwischen Frühjahr 2007 und Dezember 2008 porträtierte Helmut Steinecker dieses Dorf. Die Schwarz-Weiß-Fotografien weisen den Fotografen als sensiblen, unauf-dringlichen, aber präzisen Beobachter aus. Das oben gezeigte Foto vermittelt auf schlichte Weise die Bedeutung der Grenze: Eine Leiter ist über die Maltsch gelegt, die die Staatsgrenze bildet: eine Einladung zur Überquerung.


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OÖ Nachrichten | Bernhard Lichtenberger:

Fotoschau „Unterwald“ im Freistädter Schlossmuseum
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Titel oder Bildunterschriften gibt es bei Steineckers Bildern nicht.

FREISTADT. Mit der Kamera ist der Fotograf Helmut Steinecker dorthin zurückgekehrt, woher er kommt. Nach Unterwald, einem Mühlviertler Dorf an der Grenze zu Tschechien, eingeschlossen von Wald und von der Maltsch, die entlang des früheren Eisernen Vorhangs plätschert. „Mit einem von neuer Sachlichkeit geprägten sozialdokumentarischen Ansatz habe ich mehr als zwei Jahre an diesem Projekt gearbeitet“, sagt der 29-Jährige. Aus 1400 Negativen filterte Steinecker für das Buch „Unterwald“ (Fotohof edition Salzburg) 104 Schwarzweiß-Bilder heraus, die er Kapiteln wie „Stall Interieurs“ oder „Herrgottswinkel“ zuordnet. Eine Auswahl von 46 Fotografien stellt das Mühlviertler Schlossmuseum bis zum 16. Mai in seinem Gesindehaus aus. Steinecker verweigert Titel oder Bildunterschriften. „Ich will dem Betrachter nichts vorschreiben, er soll selbst eine Geschichte entwickeln.“ Hochstände schlagen die Gedankenbrücke zu Wachtürmen. Der eine bedrohlich, ein anderer getarnt durch die natürliche Geometrie der Birken. Wie vertreibt sich die Jugend die Zeit? In einem Baumhaus lungernd, dessen Bretter Poster mit Barbusigen schmücken; oder übermütig auf einem Quad. Da die apfelklaubende Frau, die ihren Beobachter ansieht, dort zwei Männer, die sich wortlos verständigen, wie der Holzstapel auszusehen hat. Steinecker gelingt es, die Abgeschiedenheit, die Eigenart und das Tempo des Dorfes sichtbar zu machen, „mit Respekt vor dem, was ich sehe“. (beli)